Editorial

Positive Zeichen

Die Branche atmet auf: Die Fachmessen Holz-Handwerk und Fensterbau Frontale waren ein Erfolg. 75 000 Menschen informierten sich in Nürnberg über die Neuheiten von 329 (Holz-Handwerk) beziehungsweise 644 (Fensterbau Frontale) Ausstellern, und das bei bester Stimmung. Dabei war besonders die Holz-Handwerk unter erschwerten Vorzeichen an den Start gegangen, hatten doch zahlreiche Schwergewichte der Branche wie Homag, Altendorf, Felder, SCM oder Biesse auf die Messeteilnahme als Aussteller verzichtet.

Aber natürlich waren Vertreter der nicht ausstellenden Firmen in Nürnberg auch vor Ort – und werden sich genau umgeschaut haben. Erlebt haben sie gut besuchte Hallen und ein begeistertes Fachpublikum. Und auch zufriedene Aussteller. Entsprechend werden sie mit gemischten Gefühlen nach Hause gefahren sein, um in ihren Unternehmen zu berichten. Dort wird man sich die Frage stellen: War der Verzicht auf eine Messeteilnahme die richtige Entscheidung?

Die Zukunft wird zeigen, ob es genügt, die eigenen Kunden über Hausmessen live über die eigenen Produkte zu informieren. Fachbesuchern bringt eine richtige Messe jedenfalls zweifelsfrei Mehrwert, denn sie können sich einen echten Marktüberblick verschaffen – alle Branchenprodukte für verschiedene Anwendungen gebündelt an einem Ort, und es muss nur einmal eine Reise angetreten werden.

Davon wiederum profitieren jene Unternehmen, die der Messe die Treue gehalten haben. Wie der Branchenriese Weinig mit einem gewohnt mächtigen Auftritt. Der hat sich wohl gelohnt – seitens Weinig kommuniziert man offen, vom Wegbleiben der Konkurrenz profitiert zu haben. Intensivere und längere Gespräche sowie ein Plus an Abschlüssen sind hier die Stichworte.

Vorteile genossen auch zahlreiche Aussteller, die durch die Umplanung der Hallenbelegung nach den Absagen großer Firmen einen neuen Standort hatten. Viele waren happy über die alternative Platzierung – vor allem jene, die von den dieses Mal geschlossenen Obergeschossen auf die Hauptebene gewandert sind. In Halle 11 zum Beispiel haben sich die Softwareschmieden der Branche groß und zukunftsweisend präsentiert. Kein Vergleich zu den Ministänden vergangener Messen.

Da stellt sich die Frage, was passiert, wenn es bei der kommenden Messe zahlreiche Rückkehrer unter den Ausstellern geben wird. Nicht jeder der Neuplatzierten wird gerne sein neues Terrain wieder aufgeben. Man darf gespannt sein, wer 2026 ausstellen und wie das Nürnberger Messelayout dann aussehen wird.


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Wolf-Andreas Richter, verantwortlicher Redakteur