Kommunikationsoffensive für Ausbildung im Handwerk

Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Doch um sie anzugehen, braucht es Handwerkerinnen und Handwerker, die große Pläne auch praktisch umsetzen. „Fachkräftesicherung ist daher eine Frage von Zukunfts- und Wohlstandssicherung“, kommentiert Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

In vielen Handwerksberufen fehlen bereits jetzt Fachkräfte.

Große Sorge bereitet ihm und den rund einer Million Handwerksbetrieben in Deutschland, dass bereits heute in vielen Handwerksberufen Fachkräfte fehlen. Jährlich bleiben rund 20 000 Ausbildungsplätze unbesetzt, was den zukünftigen Fachkräftemangel noch verstärkt. Dabei bietet das Handwerk jungen Menschen beste Zukunftsaussichten. „Hier stimmt was nicht“, machen die Handwerksverbände daher mit einer bundesweiten Kommunikationsoffensive deutlich. Sie wollen eine Gesellschaft zum Umdenken aufrufen, die jahrzehntelang Wissen über Können gestellt hat. „Es muss endlich in den Köpfen ankommen, dass eine berufliche Ausbildung genauso viel wert ist wie eine akademische“, fordert Wollseifer. „Damit die berufliche Ausbildung attraktiv bleibt, müssen die Berufe Wertschätzung erfahren. Die Menschen, die sie ausüben, müssen spüren, wie wichtig sie für die Zukunft des Landes sind.“ Damit sich wieder mehr junge Menschen für das Handwerk entscheiden, brauche es ein Umdenken, sagte er: Die Politik muss die berufliche Bildung gleichwertig zum akademischen Werdegang anerkennen und fördern. In den Schulen gilt es, wieder mehr praktische Fertigkeiten zu fördern und im Rahmen der Berufsorientierung die Karrieremöglichkeiten im dualen Bildungssystem als echte Alternative zum Studium aufzuzeigen. Und nicht zuletzt sollten Eltern ihren Kindern die Möglichkeit geben, ihre Interessen und Stärken frei zu entfalten und geistige wie manuelle Fähigkeiten gleichermaßen fördern. Weitere Informationen dazu unter www.zdh.de.

Foto: DHKT

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